Never Stop Munich Touren

Koasamarsch 2017

Kaiserliche Genusstour

Wenn ich das Wochenende mit zwei Worten beschreiben sollte, wären das “Glamping” und “Heiße Liebe”. Das ist jetzt vielleicht ein wenig erklärungsbedürftig. Aber so viel sei verraten, auch alle unter 16-Jährigen dürfen weiterlesen!

Spulen wir zunächst ein wenig zurück. Mitte Mai folgten wir dem Ruf der Organisatoren vom Koasamarsch, um im Rahmen eines NeverStopMunich Trailruns unsere grobstolligen Trailschuhabdrücke auf die grandiosen Pfade der Tiroler Bergwelt rund um Kufstein zu setzen. Während wir im Anschluss des Laufs gemütlich bei Kuchen und Schorle zusammensaßen, wurde uns ein wenig mehr vom Koasamarsch berichtet und der NeverStopMunich Community kostenfrei 20 Startplätze zur Verfügung gestellt. Da kann man natürlich nicht nein sagen und wenige Wochen später kehrten wir zum 48. Koasamarsch nach Ebbs zurück. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an die Organisatoren vom Koasamarsch und NeverStopMunich.

Der Koasamarsch hat für alle Wander- und vor allem Trailrunfreunde etwas zu bieten. Insgesamt stehen sieben Strecken zur Auswahl, vier Trail- und drei Wandervarianten. Von der 5 km Talwanderung bis hin zum 44 km Marathon mit 2100 hm findet jeder seine Lieblingsdisziplin. Mit über 700 Sportlern am Start erreichte der Koasamarsch 2017 zudem einen neuen Teilnehmerrekord. Nicht nur die lange Tradition des Marsches, auch die hohe Starterzahl sprechen für sich.

Wir entschieden uns ganz entspannt für die 20er Bergwanderung. Anstelle eines fixen Startzeitpunkts, gibt es für die Wanderungen ein Startfenster. Für die 20er Runde konnten wir uns zwischen 6 und 12 Uhr auf den Weg machen. Hauptsache um 18 Uhr sind wieder alle zurück. Obwohl keine große Eile herrschte, wollten wir zeitig los, um schon vor dem Marathonstart um 8 Uhr auf der Strecke zu sein. Da bot es sich natürlich an, schon einen Tag früher am Samstag anzureisen.

Nicht nur beim Koasamarsch, auch beim Campingausflug, war die NeverStopMunich Crew stark vertreten. Zu elft, mit Frisbee, Zelten und einem gehörigen Sack voll guter Laune schlugen wir beim Camping Seemühle auf. Da wir mit fünf Zelten, einem Bus und zwei zusätzlichen Autos einen nicht allzu kleinen Platz benötigten, wurde uns angeboten auf einer separierten Wiese zu stehen. Zwar war der Weg zu den Sanitäranlagen etwas weiter, aber dafür hatten wir (alle anderen?) unsere Ruhe und Platz zum Austoben. Das Lager war schnell eingerichtet und die Gegend ausgekundschaftet. Bei all den Gesprächen während des Abends fiel irgendwann das Wort “Glamping”. Ich bin mir nicht mehr ganz so sicher in welchem Zusammenhang, aber unser gemütliches Lager und vor allem die schöne Atmosphäre hatten diese Charakterisierung definitiv verdient.

Am nächsten Morgen wurden zeitig die Zelte abgebaut, die Autos gepackt und eine kurze Fahrt und wenige Minuten später standen wir am Start in Ebbs. Das Areal füllte sich langsam mit den Marathonläufern und überall herrschte bereits reges Treiben. Der Vorteil eines Zeitfensters zum Starten ist klar. Kein Stress pünktlich da zu sein und kein Starterpulk, das sich die ersten Kilometer gemeinsam über die Strecke schiebt. Dagegen ist der gemeinsame Start zu einer festen Zeit immer etwas Besonderes und mit einem gewissen Kribbeln verbunden. Beim Start in einem Zeitfenster läuft man einfach sehr schnörkellos über die Zeitmessschleife und los geht’s!

Auf den ersten Metern führte die Route durch die Straßen Ebbs und schlängelte sich dann weiter an grünen Wiesen vorbei in Richtung der bewaldeten Hänge des Zahmen Kaisers. Im Wald verließen wir recht schnell die breiten Wege und von nun an führte der Weg auf dem Musikantensteig stetig nach oben. Durch dichten Wald, über unzählige Treppenstufen und an Felswänden vorbei stiegen wir auf den nächsten sechs Kilometern die kompletten 1000 Höhenmeter hinauf, die uns auf der gesamten Strecke erwarteten. Kurz vor der Vorderkaiserfeldenhütte, dem ersten Verpflegungsposten, verließ der Pfad den Wald und führte über eine steile Wiese. Von hier eröffnete sich eine spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Berge, Kufstein und den Inn, der sich gemächlich durch das Tal schlängelt. Wir hatten nicht nur den höchsten Punkt unserer Tour erreicht, sondern waren zudem schon eine ganze Weile unterwegs. Da bot sich die Vorderkaiserfeldenhütte als ideale erste Rast unserer Genusstour an. Während wir also unsere Stullen und Getränke verzehrten, hasteten weitere tapfere NeverStopMunich Athleten vorbei, die sich den Herausforderungen der Trailrunningstrecken stellten. Doch für uns sollte es gemütlich weiter gehen.

Die Zeit der kleinen, verschlungenen Pfade war vorbei. Abwärts führte unser Weg fast ausschließlich auf breiten Fahrwegen durch das Kaisertal. Allerdings genossen wir von nun an fast ständig eine Aussicht auf die imposanten Wände und Gipfel des Wilden Kaisers. Wir mussten also nicht mehr auf unsere Füße achten und auch die Route war hervorragend ausgeschildert. Die Streckenbeschilderung ist dauerhaft angebracht, so dass man jederzeit, auch außerhalb des Koasamarsches, die Routen abwandern und ablaufen kann. An einigen wenigen Stellen wurde mit buntem Band die Markierung verdeutlicht. Nach der einzigen kleinen Unsicherheit was die Wegführung anging und einem kurzen Schnack an einem Streckenposten, führte uns die Route am Pfandlhof vorbei. Es lockten kühle Getränke und “Heiße Liebe”! Wer kann da widerstehen?

Rundum glücklich und zufrieden setzen wir den Abstieg fort und erreichten wenig später den Talboden bei Kufstein. Eine letzte Verpflegungsstation gab Kraft für die finalen Meter. Über Oberndorf führte der Weg weiter ins Ziel nach Ebbs. Diese letzten Kilometer zogen sich etwas, da die Route nicht mehr allzu viel zu bieten hatte. Insbesondere nach der schwer zu toppenden Panoramaaussicht der letzten Stunden.

Im Ziel wurden bereits die Sieger der Laufwettkämpfe gekürt und wir traten nach einer kurzen Pause und Stärkung den Heimweg nach München an. Alles in allem ein sehr schönes Wochenende und mit Sicherheit nicht der letzte gemeinsame Camping Ausflug und die letzte Tour im Kaisergebirge!

2017_06_Koasamarsch_Map
© OpenStreetMap contributors, Terms

Infos zum Koasamarsch und NeverStopMunich

 

 

 

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